So vermeiden Sie Touristenfallen auf Kreta

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Touristenfallen gehören leider zu den negativen Aspekten eines jeden attraktiven Reiseziels. Überall, wo sich große Menschenmengen sammeln und zahlreiche Touristen ihre freie Zeit in einem fremden Land genießen wollen, kommt es oft zu ärgerlichen Zwischenfällen und Missverständnissen. Keine Destination, auch nicht Kreta, ist davon gefreit. Hier bekommen Sie Tipps, um sich vor Touristenfallen wie raffinierten Taschendieben, überteuerten Autovermietungen und gierigen Gastwirten zu schützen und sich selbst höflich und respektvoll zu verhalten.

Touristenfallen in Bars und Restaurants

Die kretische Küche ist eher schlicht, besticht aber durch frische und gesunde Zutaten wie Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und Fisch. Auch wenn Sie in Ihrem Hotel gut versorgt werden, sollten Sie bei einem Restaurantbesuch lokaltypische Gerichte probieren. Aber Achtung: überall, wo sich viele Pauschalurlauber tummeln, sind optisch ansprechenden Tavernen oft wahre Touristenfallen – teuer, von schlechter Qualität und weit von dem entfernt, was die griechische Gastfreundlichkeit ausmacht.  Wenn Sie mit dem Mietwagen unterwegs sind, fahren Sie weiter und kehren in einem der nächsten Orte in einer eher unscheinbaren Taverne ein. Generell sind viele einheimische Gäste ein gutes Zeichen. Unser Tipp: Meiden Sie besonders Lokalitäten, in deren Nähe Reisebusse halten können. Hier ist die Gefahr, enttäuscht zu werden, besonders groß.

Im Restaurant angekommen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn die Bedienung Ihre leeren Teller nicht abräumt. Die anderen Gäste sollen sehen, dass Sie wohlhabend genug sind, um sich ein reichhaltiges Menü leisten zu können. Auch sollten Sie alles auf Ihrem Teller restlos vertilgen, denn das gilt als ein Zeichen von Knausrigkeit. Wenn Sie mit dem Service zufrieden sind, ist ein Trinkgeld von 10 bis 15 Prozent angemessen. Bezahlen Sie Ihre Rechnung mit Kreditkarte, hinterlassen Sie das Geld einfach hinterher auf dem Tisch. Besonders im Nachtleben gilt besondere Vorsicht. Touristen sollten in diversen Bars nicht zu leichtsinnig sein und aufschreiben, was sie getrunken haben, um überhöhte Rechnungen zu vermeiden.

Taschendiebe – Provokation vermeiden

Taschendiebe lauern überall – um nicht ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sollten Sie einige Regeln befolgen. Versuchen Sie sich dem Land entsprechend zu kleiden und informieren Sie sich vorab über gängige Sitten und Gebräuche, damit Sie nicht sofort als potentielles Opfer ins Auge fallen. Nehmen Sie vor allem in der Nähe von Palästen, Museen oder Ausgrabungsstätten, wo sich große Menschenmengen sammeln, keine überflüssigen Wertgegenstände mit. Achten Sie auf Ihre Taschen, aber übertreiben Sie es nicht mit der Vorsicht. Wer seinen Rucksack vor sich trägt, als wäre darin ein Schatz verborgen, muss ja schon fast ausgeraubt werden. Portemonnaies und Smartphones gehören nicht in die Gesäßtasche, sondern bestenfalls in ein verschließbares Innenfach Ihrer Tasche oder Jacke, damit Fremde keinen leichten Zugriff darauf haben.

Achtung auch beim Fotografieren: oft bauen Einheimische beeindruckende Sandburgen, verkleiden sich oder stellen Statuen nach. Wenn Ihnen gefällt, was Sie sehen, sollten Sie bedenken, dass für ein Foto ein Obolus erwartet wird. Spenden Sie nichts und gehen einfach weiter, können die Künstler schnell ganz schön ungemütlich werden. Wägen Sie vorher ab, ob Ihnen das Foto ein paar Münzen wert ist, ansonsten speichern Sie den Anblick einfach in Ihrer Erinnerung.

Sinnlose Versicherungen und Extrakosten

Die Autovermietung lässt sich schon beinahe als Klassiker unter den Touristenfallen bezeichnen. Beinahe jeder kennt jemanden, der bereits negative Erfahrungen gemacht hat. Auf Kreta gibt es Mietwagenangebote wie Sand am Meer, die dazu einladen, die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Unter der Vielzahl an Anbietern finden sich leider auch einige schwarze Schafe, die die Unwissenheit und Naivität der Touristen ausnutzen und für zusätzlichen Service und überflüssige Versicherungen immense Preise verlangen.

Während es in Deutschland üblich ist, nur das verbrauchte Benzin zu erstatten, herrscht in Griechenland häufig die Regel, den vollen Tank zuzüglichen einer Service-Gebühr zu bezahlen. Restbenzin wird nicht angerechnet, was für Sie als Kunden immer ein Verlustgeschäft bedeutet. Auch an Tankstellen sollten Sie besonders wachsam sein. Auf Kreta füllt meist ein Mitarbeiter das Benzin ein. Verfolgen Sie den Tankvorgang, denn sonst kann es vorkommen, dass zu viel getankt wird, eine extra teure Benzinsorte ausgewählt wird oder der Zähler zu Beginn nicht auf Null steht.

Auch überflüssige Versicherungen sind eine beliebte Einnahmequelle unter unseriösen Vermietern. Zuerst wird Ihnen ein günstiger Lockpreis genannt, der sich später durch angeblich unerlässliche Versicherungen drastisch erhöht. Lesen Sie den Mietvertrag inklusive dem Kleingedruckten genau und fragen Sie bei Unklarheiten nach. Idealerweise informieren Sie sich bereits vorher gründlich über die notwendigen Versicherungen oder mieten Ihren Wagen bereits von Zuhause aus.

Verletzungen & Vergiftungen durch Pflanzen

Alle Pflanzenteile des aufgrund seiner rosa leuchtenden Blüten so beliebte Oleanders sind für Mensch und Tier giftig. Die aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze ist trockenes Klima gewöhntkommt auf Kreta sowohl wild als auch kultiviert vor. Symptome einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Erbrechen, erweiterte Pupillen, ein verlangsamter Puls sowie blaue Lippen und Hände. Für Kinder kann bereits der Verzehr eines einzigen Blattes tödlich sein! Weitere giftige Pflanzen sind die Rizinuspflanze (auch bekannt als Wunderbaum) und die Datura (Stechapfel). Generell gilt: Wenn Sie ein Gewächs nicht kennen, pflücken oder verspeisen Sie es nicht!

Nach Berührung von Feigenkaktusfrüchten bleiben oft die Enden der kleinen Stacheln unter der Haut stecken. Sie können versuchen, diese selbst zu entfernen oder abwarten, bis sie vom Körper an die Hautoberfläche gebracht werden. Desinfizieren Sie in jedem Fall die betroffenen Stellen, denn die größte Gefahr besteht durch die Infektion der Wunde. Außerdem stellen die harten Spitzen der Palmblätter, die teilweise auch in Bodennähe wachsen, eine Gefahr für spielende Kinder dar.

Allgemeine Tipps zum Schutz vor Touristenfallen

Touristenfallen wirken Sie am besten mit Wachsamkeit entgegen. Seien Sie kritisch gegenüber kleineren Kinder und älteren Menschen, die Ihnen vielleicht zu Unrecht harmlos erscheinen. Achten Sie auf Ablenkungsmanöver durch Anrempeln, Antanzen oder versehentliche Beschmutzung Ihrer Kleidung. Tragen Sie wenig Bargeld mit sich und geben Sie Ihre Kreditkarte nicht aus der Hand.

Um überteuerte Ticket- und Tourenpreise vor Ort zu vermeiden, empfiehlt es sich, bereits frühzeitig und vor Abreise die gewünschten Ausflüge zu buchen. So beugen Sie Stress und Ärger über horrende Preise vor und steigern die Vorfreude auf Ihren Traumurlaub. Auch das langwierige Anstehen am Ticketschalter vor den Sehenswürdigkeiten entfällt.

Bitte schrecken Sie aufgrund dieser negativen Szenarien nicht vor einer Reise nach Kreta zurück. Die Kriminalitätsrate der wunderschönen Insel ist, abgesehen von gelegentlichen Diebstählen in Touristenorten, sehr niedrig. Ein Großteil der Kreter sind überaus gastfreundlich und freuen sich über die Besucher, nicht zuletzt, weil der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle darstellt. Mit der richtigen Aufmerksamkeit und dem Beachten einiger Tipps, werden Sie einen tollen Urlaub auf Kreta verbringen, ohne in Touristenfallen zu tappen.

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