Sehenswürdigkeiten auf Kreta – die Highlights

Sehenswürdigkeiten auf Kreta – die Highlights

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Kreta, die mythische Insel im Mittelmeer, bietet viele einmalige Sehenswürdigkeiten, die sich Reisende nicht entgehen lassen sollten. Geschichte und Natur sind eng miteinander verwoben und ziehen nahezu jeden in ihren Bann. Nicht nur der Geist der Antike, sondern auch die vielfältige Landschaft bezaubern Urlauber auf ihren Streifzügen über die malerische Insel. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die schönsten Sehenswürdigkeiten Kretas und beginnen Sie schon jetzt mit der Planung Ihrer Urlaubsausflüge.

Lassithi-Hochebene

Die Lassithi-Hochebene ist ein nahezu kreisrunden, von Bergmassiven eingeschlossenes Plateau im zentralen Kreta. Sie befindet sich rund 830 m über dem Meeresspiegel und bietet einen weiten Blick über Landschaft und Vegetation Kretas. Ihren fruchtbaren Boden verdankt die Hochebene dem im Frühling abfließenden Schmelzwasser aus den Bergen. Seit Jahrtausenden wird sie deshalb von der einheimischen Bevölkerung für den Obst- und Gemüseanbau landwirtschaftlich genutzt. Früher standen auf der Hochebene tausende weiß bespannte Windräder, die zur Wasserförderung genutzt wurden. Mittlerweile ersetzten die Landwirte sie durch zuverlässigere, elektrische Pumpen ersetzt, sodass die Räder dem Zerfall überlassen wurden.

Im Vergleich den Sehenswürdigkeiten an der Nordküste Kretas, die sich fest in der Hand unzähliger Pauschaltouristen befinden, herrscht auf der Hochebene angenehme Ruhe und Beschaulichkeit. Das Dorf Psichró liegt an der südlichen Grenze der Ebene und bietet Besuchern einige Tavernen sowie eine köstliche Bäckerei. Bereits wenige Gehminuten entfernt weichen die Zivilisationsgeräusche dem Rauschen des Windes und dem Gezwitscher der zahlreichen Vogelarten. Am Rande der kleinen Ortschaft liegt die sagenumwobene Geburtshöhle des Zeus, in die Sie bei Gelegenheit einen Blick werfen sollten.

Kloster Arkádi

Das mit Abstand bekannteste Kloster Moni Akádi liegt rund 25 km südlich von Rethymon. Seine eher traurige Berühmtheit erlangte das Kloster zur Zeit der türkischen Besatzung im 17. Jahrhundert. In der Anlage aus mehreren, festungsartigen Gebäuden liegen die Ursprünge des Widerstandes gegen die osmanische Fremdherrschaft. 1866 verschanzten sich dort, belagert von übermächtigen türkischen Kämpfern, hunderte aufständische Kreter. In dieser ausweglosen Situation wollten sie dennoch nicht aufgeben und sprengten sich stattdessen im Pulvermagazin selbst in die Luft. Das Kloster wird noch heute mit dem Massenfreitod der Widerstandskämpfer verknüpft und gilt als das Wahrzeichen für den unbändigen Freiheitswillen der Kreter. Gegenüber des Eingangs befindet sich ein Mahnmal, in dem die Überreste der Toten aufbewahrt werden.

Auch heute ist das Kloster von Mönchen bewohnt und verbreitet eine Atmosphäre vergangener Zeiten, gehört aber trotzdem zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Hinter den beeindruckenden Klosterwänden verstecken sich ein kleines Museum und ein mit Rosen bepflanzter Innenhof, in dessen Mitte  sich die imposante, zweischiffige Kirche zu Ehren des Heiligen Konstantin und der Heiligen Helena erhebt. Besucher sollten entsprechend kleiden und in jedem Fall die Schultern bedecken. Parkplätze sind vorhanden, der Eintritt kostet 2,50 EUR pro Person. Öffnungszeiten: täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr.

Palast von Knossos & Archäologisches Museum in Iraklion

Die ehemalige Residenz des mythischen Königs Minos war der reichste und prachtvollste der kretischen Königspaläste. In der Region Iraklion gelegen, lockt die Ausgrabungsstätte mit ihren aufwendig restaurierten, monumentalen Elementen der ehemaligen Palastanlage täglich geschichtsinteressierte Touristen. Das Achäologische Museum von Iraklion präsentiert eine der umfassendsten und abwechslungsreichsten antiken Sammlungen der Welt. Insbesondere die minoische Sammlung ist einzigartig. Idealerweise kombinieren Sie den Besuch beider Sehenswürdigkeiten, denn mit dem passenden Hintergrundwissen über die minoische Kultur ist der Palast von Knossos um ein Vielfaches reizvoller. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, kann es sich lohnen, den Ausflug bereits im Voraus zu buchen. Neben dem Palast von Knossos beherbergt Kreta noch weitere, gut erhaltene und weniger touristische Ausgrabungsstätten.

Samaria Schlucht

Die rund 17 Kilometer lange Schlucht liegt an der Südküste Kretas und erstreckt sich von Omalos-Hochebene  bis hinunter zum lybischen Meer und gilt als eine der längsten Europas. Nicht nur deswegen ist sie eine bei Touristen beliebte Sehenswürdigkeit. Bergwanderer aus aller Welt genießen den Weg durch das von der UNESCO anerkannte Biosphären-Reservat, in dem zahlreiche, zum Teil seltene Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause gefunden haben. Besonders für eher unerfahrene Wanderer lohnen sich geführte Wanderungen, damit es nicht zu gefährlichen Situationen durch Selbstüberschätzung kommt. Neben der Samaria-Schlucht bieten sich auf Kreta weitere, abwechslungsreiche Wandertouren an.